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Aktuelles




Rückblick auf unsere Frühjahrstagung 2017 zum Reformationsjubiläum
Vortrag: Die Bibel allein ist der Maßstab für Lehre und Leben der Kirche

SCHRIESHEIM. „Die reformierte und immer zu reformierende Kirche – Erinnerungen an damals als Impuls für heute“ lautete der vielbeachtete Vortrag unseres stellv. Vorsitzenden, Pfarrer Jürgen Lauer (Wiesenbach bei Heidelberg) bei unserer Frühjahrstagung am 8. April im Friedrich-Hauß-Studienzentrum (FHSZ) in Schriesheim. Für Lauer war nicht der Thesenanschlag der Anstoß zur Reformation, die Thesen hätten lediglich einen akademischen Disput auslösen wollen, vielmehr seien dies die vier „Sola“ Martin Luthers gewesen: Allein der Glaube, allein die Bibel, allein die Gnade, allein Christus. Dieses vierfache „Allein“ nannte Lauer die eigentliche Entdeckung der Reformation. Treuer Kirchgang und ein moralisch anständiges Leben brächten auch heute die Christen nicht in den Himmel. Auch wies Lauer darauf hin: Nicht Gott sei zu versöhnen, sondern der über die Sünde zürnende Gott habe sich mit uns versöhnt. Seine Liebe dürfe nicht einfach als ein Prinzip gesehen werden, sondern habe einen Namen: Jesus Christus. Seine Liebe zeige sich am blutigen Opfer seines Lebens am Kreuz.

Die vielgepriesene „Gewissensfreiheit“ wurzle nicht bei Luther, stellte Lauer richtig, sondern in der Epoche der Aufklärung. Für Luther habe es nämlich keine autonome Gewissensfreiheit gegeben. Für ihn war das Gewissen nur dann wahrhaft frei, wenn es „an das göttliche Wort der Bibel gebunden ist“, also nicht an das, was der Kaiser und der Papst, heute „Staat und Kirche“ vorgeben. Wenn katholische Konzilien „irren“ können, könnten es auch evangelische Synoden, warnte der Theologe vor der Bindung und Orientierung an menschlichen Gremien. Entscheidend für das Christenleben sei nicht, was ein Bischof oder Pfarrer von der Kanzel sage, vielmehr müsse alles anhand der Bibel geprüft und zuerst nach ihrer Weisung gefragt werden. Allein die Heilige Schrift sei der Maßstab für die kirchliche Lehre und das Leben (Lebensweise, Verhalten) eines Christen. Im Artikel 28 (Von den Bischöfen) des Augsburger Bekenntnisses, dem Grundbekenntnis der Reformation heiße es ausdrücklich: „Wo das geistliche Regiment gegen das Evangelium lehrt oder tut, haben wir den (biblischen) Befehl, dass wir ihm nicht gehorchen. Wo es Ordnungen und Zeremonien einführt, dürfen sie nicht gegen das Evangelium (Bibel) sein.“ Reformation heiße nicht „etwas Neues anfangen“, die Botschaft dem Zeitgeist, dem jeweiligen Geschmack der Menschen anzupassen, wandte sich Lauer gegen einen unguten und unbiblischen Trend in den Kirchen der Gegenwart, vielmehr gehe es wie in der Zeit der Reformation darum, „zu den ursprünglichen Grundlagen“ des christlichen Glaubens zurückzukehren. (Martin Kugele - 10. April 2017)




Verabschiedung von Pfarrer Jürgen Lauer aus dem CBB-Vorstand
SCHRIESHEIM. Bei der Mitgliederversammlung während unserer Frühjahrstagung 2017 (CBB) am 8. April in Schriesheim wurde unser stellvertretender Vorsitzender, Pfarrer Jürgen Lauer (Wiesenbach bei Heidelberg) aus dem CBB-Vorstand verabschiedet und von seinem Amt entbunden. Lauer gab der Versammlung bekannt, dass er aufgrund seiner vielen Aufgaben und aus Rücksicht auf seine Gesundheit leider sein Amt als stellvertretender CBB-Vorsitzender sowie seine Mitgliedschaft im Beirat des Friedrich-Hauß-Studienzentrums (FHSZ) niedergelegt hat, aber weiterhin als ehrenamtlicher FHSZ-Studienleiter zur Verfügung steht. CBB-Vorsitzender Lothar Mößner (Pfinztal bei Karlsruhe) dankte dem vielseitig engagierten „Ruheständler“ und dynamischen Theologen für sein segensreiches Wirken für die ChristusBewegung Baden und überreichte ein kleines Präsent als Dankeszeichen. Lauer hat noch immer viele Seelsorge- und Predigtdienste sowie Vorträge zu wichtigen theologischen Themen. Derzeit begleitet er für eine erkrankte Studienrätin einen Jahrgang ins Abitur für evangelische Religion und übernahm für einen erkrankten Gemeindepfarrer die Passions- und Ostergottesdienste. Das Foto zeigt rechts Jürgen Lauer und links den CBB-Vorsitzenden Lothar Mößner bei der Würdigung und Verabschiedung.



Zum neuen Stellvertreter des CBB-Vorsitzenden berief die Mitgliederversammlung den langjährigen CVJM-Generalsekretär in Baden, Paul-Ludwig Böcking (Pforzheim, Bild), der acht Jahre lang bis zum Sommer 2015 als Gemeindepfarrer in Pforzheim-Eutingen einen beeindruckenden missionarischen Gemeindeaufbau betrieb und jetzt im aktiven Ruherstand ist. Der biblisch fundierte Theologe begleitet und leitet Hausbibelkreise, gibt Hauskreisleitern dazu Schulung und fördert als Vorstandsmitglied besonders den geistlichen Gemeindeaufbau und die Christustage.



Neuer Schatzmeister wurde Prof. Dr. Rainer Nobiling (Schriesheim, Bild), der seit seinem aktiven Ruhestand als Vorstandsmitglied der „ChristusBewegung Baden“ (CBB) wirkt. Der teilweise noch an Heidelberg Uni tätige Wissenschaftler ist auch praktisch begabt und in vielen Aufgabenbereichen für die Schriesheimer Kirchengemeinde tätig, wo er lang Vorsitzender des Kirchengemeinderates war. Nobiling ist Witwer und ein fröhlicher Zeuge für Jesus Christus. Seit 35 Jahren wirkt er ehrenamtlich für das FHSZ. Erfreut begrüßt wurde von der Mitgliederversammlung auch das neue CBB-Logo, das der Vorstand mit einem gläubigen Grafiker entwickelt hat und der Versammlung vorstellte: eine blaue, mehrblättrige Bibel mit dunkelblauem Kreuz auf weißem Grund und dem grau-schwarzen Schriftzug „ChristusBewegung Baden“ darunter. Beschlossen wurde, dass der Name „ChristusBewegung“ künftig in einem einzigen Wort, mit großem B ohne Bindestrich, geschrieben wird. Das Logo wird demnächst vorgestellt und eingesetzt. (Martin Kugele - 10. April 2017)


Unsere Tagung im Ev. Nachrichtenmagazin „idea-Spektrum“ am 20. April 2017:
Christus-Bewegung Baden: Viele Ehrenamtliche distanzieren sich vom Kurs der Landeskirche

SCHRIESHEIM. Anders als zur Zeit des Reformators Martin Luther wird in den Kirchen kaum mehr über den „richtenden Gott” gepredigt, sondern „seltsam unbestimmt“ nur von einem „gnädigen Gott“. Wer aber nicht mehr weiß, was „Gericht“ ist, weiß auch nicht, was „Gnade“ ist. Diese Ansicht vertrat Pfarrer Jürgen Lauer (Wiesenbach bei Heidelberg) bei der Mitgliederversammlung der ChristusBewegung Baden (CBB) in Schriesheim bei Heidelberg. Er bezeichnete es ferner als falsch zu glauben, dass die Reformation das Gewissen des Einzelnen von staatlichem und kirchlichem Zwang hin zu einem selbstbestimmten Gewissen befreit habe. Wenn Luther „vom Gewissen redet, meint er immer das an die Heilige Schrift gebundene“. Wie Lauer sagte, muss jedes Gemeindemitglied immer wieder prüfen, ob der Pfarrer, der Bischof, der Oberkirchenrat und die Synode das predigen und entscheiden, was der Bibel entspreche. Lauer nannte den Beschluss der Landessynode vom April 2016, gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu trauen, unbiblisch. Die Kirche stehe an einem entscheidenden Punkt ihrer Geschichte: „Biedert sie sich dem wechselnden Wind des jeweilig herrschenden Zeitgeistes an – oder aber kehrt sie immer wieder um zu den eigentlichen Wurzeln, die sie tragen: Allein Christus, allein aus Gnaden, allein durch den Glauben, allein durch die Bibel?“

Kirchliche Homo-Trauung führt zur „Entheimatung“ von Konservativen
Laut dem CBB-Vorsitzenden, Pfarrer Lothar Mößner (Kleinsteinbach bei Karlsruhe), belastet die „nach wie vor umstrittene” Synodalentscheidung, gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu trauen, „das Klima unter den Haupt- und Ehrenamtlichen“. Das führe bei theologisch konservativen Mitarbeitern zu einer wachsenden inneren „Entheimatung“ gegenüber ihrer Landeskirche. Missionarisch aktiven Gemeinden falle es außerdem schwerer, Menschen zur Mitarbeit zu motivieren. „Viele Ehrenamtliche distanzieren sich von dem landeskirchlichen Kurs und engagieren sich zunehmend außerhalb ihrer Kirchengemeinde in Freikirchen oder pietistischen Verbandsgemeinden“, sagte Mößner. Dem Theologen zufolge mag das auch daran liegen, dass bei der „konservativen Gemeindebasis“ so gut wie keine Signale der Wertschätzung ihrer Arbeit durch die badischen Kirchenleitungsorgane ankommen. (idea - 20. April 2017)


Aufrüttelnder Festvortrag „Der Protestantismus vor dem Reformationsjubiläum“ von Altbischof Prof. Dr. Gerhard Maier im September 2016 an der STH Basel (www.sthbasel.ch). Maier weist in seinem Vortrag darauf hin, dass die Reformation aus seiner Sicht drei ungelöste Aufgaben hinterlassen habe: Das Gebiet der Ethik (Konkrete Gebote seien durch protestantische Prinzipien ersetzt worden, die sich nahezu beliebig füllen ließen); Das Gebiet der Ekklesiologie (Wir alle liebten wohl unsere Gemeinde, aber nicht unbedingt die eine heilige apostolische Kirche); Das Gebiet der Schriftfrage (Die Kernfrage laute: Ist oder enthält die Bibel Gottes Wort?) --- www.sthbasel.ch/de/medien/videos/festvortrag-prof.-dr.-gerhard-maier.html


Erhellendes kleines Paperback über den „Islam aus der Sicht Martin Luthers“
BRETTEN. Von Martin Landmesser, dem Leiter der Karmelmission, erschien als Herausgeber im Verlag SCM R.Brockhaus das wegweisende Buch „Islam und Muslime aus der Sicht Martin Luthers“, ein Paperback mit 64 Seiten (11 x 18 cm, ISBN 3-9812279-8-7), erhältlich zum Preis von 9,95 Euro im Buchhandel oder im SCM-Shop (plus Versandkosten). Mit vielen Zitaten und belegen wird darin nachgewiesen, dass Martin Luther einer der besten Kenner des Islam seiner Zeit war und der erste christliche Theologe in Europa, der das „gemeine Volk“ in einer verständlichen Sprache über die Muslime und ihren Glauben aufgeklärt hat. Luther ging es dabei nicht um eine billige Polemik, sondern um eine sachliche und biblisch begründete Analyse des Islam. Dieses Buch öffnet Augen und widerlegt Theologen der Neuzeit, die Luther eine Unkenntnis unterstellen und ihn in eine Schmuddelecke stellen wollen. In der Kirche Luthers sind heute nicht viele, die es wagen, den Islam so zu nennen, wie Luther ihn folgerichtig nannte: ein „Reich, dessen Wesen und Entstehen ganz allein durch den Kampf gegen Christus und seine Heiligen bestimmt“ ist. Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums ist dieses kleine Buch mit Luthers Darstellung des Islam in seinen wichtigsten „Türkenschriften“ eine Fundgrube. Die scharfsinnigen Urteile des Reformators über das Wesen des Islam sind heute wertvoller und aktueller denn je. Link zum Shop: www.scm-shop.de/islam-und-muslime-aus-der-sicht-martin-luthers.html. (MK - 20. April 2017)




EC-Osterkongress motivierte junge Christen für die Arbeit mit Jugendlichen
DOBEL. Zu erkennen waren sie an ihren „Jesus - Lifestyle“-Umhängetaschen – die rund 1.000 jungen Christen aus Baden-Württemberg und Franken, die das Osterwochenende im und rund um EC-Schulungs- und Freizeitzentrum im Höhenkurort Dobel (oberhalb von Bad Herrenalb / Nordschwarzwald) verbrachten. Sie nahmen teil am „paX an“-Mitarbeiterkongress des südwestdeutschen Jugendverbandes „Entschieden für Christus“ (SWD-EC), der auch in Baden selbstständig innerhalb der Landeskirche wirkt. --- Anmerkung für den Oberkirchenrat, nicht für die Gemeinden: Aufgepasst, liebe Landeskirche, was hier fast nur ehrenamtlich für das Evangelium von Jesus getan wird. Da können die kirchlichen Funktionäre auch inhaltlich viel lernen!

Im Mittelpunkt der vier Tage stand ER, Jesus Christus: ER lebt, ER trägt – ERlebe ihn. So einige der Botschaften, dazu eine Vielzahl an Seminaren. Der Bürgermeister begrüßte erfreut, denn einige Teilnehmer waren zur Waldputzete unterwegs, andere verteilten Tütchen mit Sonnenblumensamen an alle Haushalte, damit die Landesgartenschau in Bad Herrenalb eine „Sonnenblumeninsel“ wird. Höhepunkte waren die Gesprächsrunde mit Pfarrer Hanspeter Wolfsberger, die Bibelarbeit mit Prof. Eckstein und ein berührendes Anspiel am Karfreitag. Sport, Spaß und Erholung fehlten nicht. Andreas Boppart aus Zürich ermutigte zum gemeinsamen Bibellesen. Beim Austausch mit anderen könne man die Bibel besser verstehen.

Für den Geschäftsführer des SWD-EC Armin Hassler waren die „Coffeetimes“ ein zentrales Element des Kongresses: „Dort finden sich die Mitarbeiter der einzelnen Jugendarbeiten zusammen, um das Gehörte zu reflektieren und zu überlegen, was es für sie vor Ort bedeuten kann, wo man Neues wagen möchte und so einen gemeinsamen Weg als Jugendarbeit geht.“ Zum SWD-EC gehören 120 Jugendgruppen in Baden-Württemberg und Franken. Die mehr als 110 Teenagerkreise und 400 Jungscharen erreichen wöchentlich rund 12.000 Kinder und Jugendliche. Fast alles ist ehrenamtlich organisiert (!) und wird durch Spenden finanziert. (MK - 20. April 2017)







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